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Daten und Fakten zur Personenstandsreform in Deutschland ab 1. Januar 2009

1. Januar 1876:

Das „Reichsgesetz über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung“ tritt im gesamten damaligen Deutschen Reich in Kraft.

Wie in den Jahrhunderten zuvor die Geistlichen der verschiedenen Konfessionen, so beurkunden nun die Standesbeamten der Gemeinden die Geburten, Eheschließungen und Sterbefälle auf Papier – zunächst handschriftlich, dann mit der Schreibmaschine und heute mit dem Personal Computer.

1. Januar 2009:

Das „Gesetz zur Reform des Personenstandsrechts“ tritt in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft – mit Übergangsfrist bis 31. Dezember 2013.

Wesentliche Zielsetzungen:
Ausschließliche Beurkundung der Personenstandsdaten in elektronischen Registern.
Umfassende elektronische Kommunikation zwischen Behörden und weiteren Nutzern.
Reduzierung von Registerdaten. Einsparung von Kosten, Wegen und Papier.
Mehr Zuständigkeiten für die Standesämter. Weiter verbesserter Bürgerservice.

Geburten, Eheschließungen, durchschnittliches Heiratsalter von Ledigen, Sterbefälle und Ehescheidungen in Deutschland:

Im Jahr 2010: 677.947 Geburten, 858.768 Sterbefälle,
Weitere Informationen >

Im Jahr 2010: 382.047 Eheschließungen, 187.027  Ehescheidungen.
Durchschnittliches Heiratsalter Lediger: Männer 33,2 Jahre, Frauen 30,3 Jahre –

Weitere Informationen >

Übersicht von 1946 bis 20010 (siehe Statistisches Bundesamt):
– dort auf „Eheschließungen, Geborene und Gestorbene“ klicken.
Weitere Informationen >

Circa 5.000 Standesämter in den deutschen Gemeinden:

Dazu noch das Zentral-Standesamt I in Berlin mit einigen Sonderaufgaben und das Sonderstandesamt in Bad Arolsen (Beurkundung der Sterbefälle in ehemaligen deutschen Konzentrationslagern).

An die 30.000 Standesbeamtinnen und Standesbeamte
 
bewältigen mit weiteren Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern in den deutschen Standesämtern die im Personenstandswesen anfallenden, anspruchsvollen Aufgaben.

Der Bundesverband der Deutschen Standesbeamtinnen und Standesbeamten e.V. (BDS) ist der Dachverband von 17 Fachverbänden, die auf Landesebene organisiert sind.
www.standesbeamte.de/

Hauptziel des BDS ist die Aus- und Fortbildung der Beschäftigten im Personenstandswesen und verwandter Rechtsgebiete.

In der Akademie für Personenstandswesen des BDS in Bad Salzschlirf werden im Jahr 2011  22 Seminartypen in 93 Seminaren angeboten; für das Jahr 2012 sind bereits 23 Seminartypen in 79 Seminaren eingeplant.

In der Akademie für Staatsangehörigkeitsrecht und Meldewesen, die der BDS ebenfalls in Bad Salzschlirf betreibt, werden im Jahr 2011 20 Seminartypen in 45 Seminaren angeboten; 2012 sind bereits 18 Seminartypen in 39 Seminaren eingeplant.

In den 17 Landes-Fachverbänden der Standesbeamten sind 170 Fachberater ehrenamtlich aktiv und schulen regelmäßig im Frühjahr und Herbst die Kolleginnen und Kollegen.


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